Mittwoch, 1. April 2015

Fensterbankdilemma!

























Jedes Jahre im Frühling dasselbe Problem: die Tage werden länger, die Fensterbänke voller. Am Anfang sind es nur ein paar Töpfchen mit Chilis, nach und nach kommen dann Tomaten, Fuchsien, Knollenbegonien…  Irgendwann ist alles voll, Fenster öffnen bedeutet jedes Mal eine mittelgroße Umräumaktion. Ich brauche dringend ein Gewächshaus!
Bis dahin ist die Vorfreude auf den Mai, wenn die Zöglinge in den Garten umziehen nicht nur aus Jahreszeiten-, sondern auch aus rein praktischen Gründen groß.

Noch ist es leider nicht soweit, das Wetter spielt über Ostern auch nicht wirklich mit, kochen wir uns was! Ein Winterfrühlingsübergangsessen…

Freitag, 27. März 2015

Weinrallye #84 - Deutscher Sekt



Deutscher Sekt, flaschenvergoren, also méthode traditionelle, das Thema der heutigen Weinrallye, ausgerichtet von drunkenmonday, bekanntermaßen einer meiner Lieblingsweinblogs. Aber mit den Weinrallyethemen macht er es mir immer schwer, man erinnere sich noch an den Wein unter 5€.

Denn ich muss sagen, dass die Beziehung zwischen mir und dem deutschen Sekt eine Beziehung voller Missverständnisse war. Erinnerungen an elterliche Feste, vor allem Karnevalsparties, der deutsche Sekt floss in Strömen, Sinnbild des Wirtschaftswunders. Und außerdem war er unverzichtbar für die kalte Ente, eine Art Bowle, in die mein Vater eine lange Zitronenschale hängte. Niemand verstand die Kunst besser, eine Zitrone (Apfelsine, Apfel etc.) zu schälen ohne auch nur einmal abzusetzen und eine wunderbar geschwungene Schalenschlange zu erzeugen.

deutscher geht's nicht: Sekt und O'Saft


Und immer zitierte einer den Werbespruch: In die Hände, meine Lieben, wurde Euch MM geschrieben. Folgt den Zeichen der Natur, trinkt Matthäus Müller nur!

Sektschale, schön aber unpraktisch
Wurde Sekt in den 50er Jahren (das weiß ich allerdings nur von Bildern) aus dünnwandigen Flöten
genossen, so setzte sich in unserem Haushalt dann später die Sektschale (siehe rechts) durch, Inbegriff der Eleganz. Soll sie doch nach dem Busen der Marie-Antoinette gestaltet worden sein. Oder war es doch die Nitribitt? Dass der Sekt bei dieser Oberfläche schnell schal wurde, schien niemanden zu stören. Er wurde sowieso mit Orangen- oder Grapefruitsaft gemischt, oder – Gipfel der Dekadenz – mit Campari.

Ich war froh, dass in den 80er Jahren dann der Kir die Haushalte eroberte, der verlangte nach einem Crémant und der deutsche Sekt entschwand aus meiner önophilen Reichweite. Nicht dass ich ihn vermisst hätte.

Und Herr susa ist wie allgemein bekannt sowieso kein Freund jeder Art von Blubberwasser. Lediglich die Champagner unserer Freundin Lucette kommen ihm in den Keller. Natürlich nicht alle, nur die Spitzencuvée.

Bis eines schönen Tages in der Pfalz.

Freitag, 20. März 2015

Im Märzen der Bauer…




…schon lange nicht mehr seine Rösslein sondern seinen Fendt, John Deere, Deutz-Fahr oder sonstwas einspannt. Genau wie den meisten von uns kribbelts den Landwirten (zumindest denen, die ich persönlich kenne) bei den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen mächtig in den Fingern, so dass sie ihr äußerst langsames Gefährt mit den überdimensional großen Hinterrädern alsbald wie möglich aus dem Schuppen holen und sich auf ihren Feldern an die Arbeit machen. Natürlich gibt es auch eine wirtschaftliche Motivation, denn schließlich sind die Felder ihr Kapital und wenn diese nicht bestellt werden, dann kann auch nicht die Kasse klingeln.

An so einem herrlichen Frühlingsanfang wie heute bei strahlendem Sonnenschein macht es vermutlich jedem mehr Spaß sich nach draußen zu begeben, an der frischen Luft tätig zu ein und seinem winterbedingten Vitamin-D-Mangel den Kampf anzusagen.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich auch nichts dagegen habe, das schöne Wetter bei einem Spaziergang oder auf einer sonnenbeschienen Bank zu genießen. Die Arbeitet auf meiner zu bewirtschafteten Nutz- und Zierfläche läuft schließlich nicht weg ;o)

Außerdem habe ich im Gegensatz zum Ackerbeschicker bereits im Spätherbst vorgesorgt. Die einen könnten meinen, ich sei zu spät dran gewesen, ich behaupte ganz frech, dass ich das alles mit ins Kalkül gezogen habe und somit in Kürze bereits Spinat und Feldsalat aus dem Hochbeet ernten kann.

Noch ist es aber nicht soweit, so dass ich meiner aktuelle Laune auf frische Frühlingsküche anders nachkommen muss. Und so schwenke ich von grün auf orange, greife mir ein paar saftige Karotten (es können ruhig Lagerkarotten sein) und koche ein frühlingshaftes…

Montag, 16. März 2015

Alles nur kein Dinner



Begonnen hat es damit, dass ein Mittag- oder Abendessen, zu dem es vorweg eine Suppe und hinterher was Süßes gibt, zum Menü erklärt wurde. Weitergegangen ist es dann mit dem unsäglichen „Punktabzug“, der wahlweise durch Gastgeber oder Gast erfolgt.

„Oops! Die Zitronentarte ist leider gestürzt; müsst Ihr mir halt einen Punkt abziehen.“ „Foie gras geht gar nicht; das gibt Punktabzüge.“ Ganz davon abgesehen, dass „geht gar nicht“ sowieso auf den Index gehört.

Aber ganz groß ist nun, dass man niemand mehr zum Abendessen einlädt, sondern ein „Dinner gibt“. Komischerweise ist  man aber nicht mal enttäuscht, wenn der Besuch nicht im Tuxedo erscheint und hat solchen bei genauer Betrachtung noch nicht mal selbst im Schrank. 

Ist ja nicht mal mehr Kreuzfahrerpflichtgarderobe; da gilt auch nur noch selten „Black Tie“. 

Aber dafür gibt es nun landauf, landab Dinner bis die Schwarte kracht. Vermutlich zunehmend mit Wohnungsbesichtigung, Unverträglichkeitspflege und Quotenveganer.

Und auch ich überlege, ob für die nächste Einladung ein Sprecher engagiert werden soll, der hin und wieder aus dem Hintergrund seine Anmerkungen macht.

Hilfreich ist auf jeden Fall die „Dinner-Ravioli“, die ich dem Witzigmann geklaut habe und die ich aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten so bezeichne.

Montag, 9. März 2015

Geht los!



"Katze oder Garten?" Die Kollegin zeigt auf meine zerkratzten Unterarme. Zweiteres! Wir waren am Wochenende fleißig und haben bei strahlendem Sonnenschein den Garten frühlingsfit gemacht. Beete freigeräumt, letzte Heckenschnittarbeiten samt Häckseln, Kompost verteilen, erste Saatkörner ausgebracht und das erste mal gegrillt. Die Frühjahrsblüher strahlen auch schon um die Wette, so dass ich hiermit die° 180 Garten- und Grillsaison eröffne!

























Aber bevor es so richtig losgeht, machen wir erst noch mal einen Frühjahrsputz in Tiefkühltruhe und Gefrierschrank mit:

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