Freitag, 24. April 2015

Weinrallye ♯85: Blaufränkisch vs. Lemberger oder "Sechs Österreicher unter den ersten Fünf!"


Und weil man das gar nicht überhäufig genug herausstreichen kann, steht das Ergebnis der heutigen Challenge "Lemberger vs. Blaufränkisch" eh schon fest. Zumal der Feinschmecker schon Anno 2014 (Septemberausgabe) neun Österreicher auf die ersten sechs Plätze setzte. Und dann noch den "Underberg" vom Paul Achs auf den siebten.

Abgeschlagen dann der "Sandwasen" vom Alex Heinrich und dahinter der "Gündelbacher Steinberghof" von den Eißlers. 

Um das Desaster für den Folgejahrgang 2012 wiederholen zu können, schicken wir also ins Rennen:

Montag, 20. April 2015

Ausbalanciert!




Meiner Meinung nach eines der wichtigsten Wörter, wenn es um die Beschreibung der aktuellen Situation, der Stimmung, des Gesundheitszustandes, der Laune, des Wohlbefindens ach im Prinzip des Allgemeinzustandes geht.
Nicht umsonst bietet in einem Zeitalter, in dem das Burnout immer noch als Ritterschlag unter Mitgliedern des Managements gilt, schon lange die Work-Life-Balance eine Darstellung der Belastung von Menschen.
Aber es muss gar nicht so wissenschaftlich betrachtet werden. Viele Dinge des Alltags lassen ihren Reiz erst erkennen, wenn sie sich in Balance befinden. Ich denke da zum Beispiel an Dinge wie Bewegung und Faulenzen, Trubel und Stille, Sonne und Regen, „Unterwegs sein“ und Zurückgezogenheit undundund.
Naja und beim kulinarischen Genuss ist es eh klar: anspruchsvoll und einfach, Wein und Wasser, Gemüse und Fleisch, Fastfood und Slowfood. Solange alles ausbalanciert ist, sollte auch alles erlaubt sein…find ich. Entbehrung ist immer schlecht und reißt nur unschöne Löcher in das ausbalancierte Ganze.
Und da das Wetter am Wochenende irgendwie gar nicht zu Faulenzen, Stille und Zurückgezogenheit einlud, musste die Zeit, die das alles in Anspruch nahm, irgendwie wieder ausbalanciert werden. Also gab es einen kleinen Abendsnack für das Sofa und kein anspruchsvolles Essen, es gab fast kein Gemüse und es war ziemlich flink zubereitet.

Freitag, 17. April 2015

Auf die Schnelle!


Ihr kennt das. Unter der Woche abends, nach einem langen Arbeitstag, groß einkaufen mag man nicht mehr und trotz aller Kochleidenschaft möchte man dann doch nicht Stunden in der Küche stehen. Auf Pizzaservice hat man auch keine Lust und gegen Essen gehen spricht die gemütliche Couch. Also was Schnelles kochen! Aber was?
Herrn Toni zu fragen ist in dieser Situation wenig hilfreich „Schinkennudeln!“, „wir könnten mal wieder Rouladen…“, „was Leckeres!“, "Schinkennudeln!" (auch liebevoll Schinus genannt)

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass wir uns als bekennender Serviceblog bereits diesem Problem angenommen haben und schnelle Gerichte mit dem Tag „auf die Schnelle“ versehen. Zu meinen Lieblingsschnellgerichten gehören übrigens Saltimbocca mit Weißbrot, Kartoffeln mit Dillsauce und Ei - und ok, auch Schinkennudeln.
Und gratinierte Ziegenkäserolle mit Salat. Hier eine Variante mit Thymian und Honig zusammen mit Rauke, Endivie, Mango, Croutons und gerösteten Kürbiskernen...

Samstag, 11. April 2015

Die Messe von Slow Food; 2015

Die Eröffnung der Messe Markt des guten Geschmacks (von links) Roland Bleinroth, Geschäftsführer Messe Stuttgart, Ursula Hudson, Vorsitzende Slow Food Deutschland und der Moderator Christof Mohr vom SWR

Die Suse macht es einfach: „kulinarische Jungendarbeit“. Vorbildlich!

Aber in Anbetracht der schieren Markt- und Werbemacht global agierender Nahrungsmittelkonzerne, Saatgutoligarchien und Systembratereien musste sich das Häuflein der wackeren Hedonisten irgendwie doch organisieren.

Und so gründet sich Anno 1986 die Slow Food Bewegung, mitgerissen von der Begeisterungsfähigkeit eines Carlo Petrini und getragen vom Engagement vieler Überzeugstäter. Man wollte (und will) den Genuss propagieren, die Regionalität stärken, die Vielfalt erhalten.

Wenn nächstes Jahr der Dreisigjahrefestakt ansteht, werden wir euphorische Erfolgsmeldungen vernehmen. Schon in diesem Jahr ist festzuhalten, dass  eine veritable Messe, verteilt auf zwei große Hallen der Messe Stuttgart, ausgerichtet wird. Teilweise getragen von kleinen Erzeugern, die seit der ersten Stunde dabei sind. 

Und nach wie vor mit dem Konzept des großen Esstisches in der Hallenmitte.

Hier meine Eindrücke:

Dienstag, 7. April 2015

Mach mit, mach’s nach, mach’s besser



Wer kennt ihn nicht, den „Adi“, der zu Zeiten der deutschen Teilung im Ost-Fernsehen Kinder zu sportlichen Wettkämpfen motivierte und somit als Vorbild der –im wahrsten Sinne des Wortes- Bewegung wurde?
Ich!

Ja genau. Zumindestens kannte ich ihn in bis vor wenigen Augenblicken gar nicht. Aufgewachsen im „Westen“ , fernab des Zonenrandgebietes und somit nicht in Empfangsreichweite des DDR-Fernsehens, blieb mir dieses Mobilisierungsprogramm mit Kultcharakter lange Jahre verborgen. Allerdings scheint in den Tiefen meines Gehirns der Name des Formates aus irgend welchen Gründen vor sich hin zu schlummern , so dass ich mir diesen heute einfach mal aufgrund der Konformität zu meinem aktuellen Menü als Überschrift geliehen habe.
Auch wenn diese Speisenfolge nicht im Wettkampf mit anderen steht und am Ende auch nicht die Kürung eines Gewinners vorgesehen ist, gibt es doch ein paar Parallelen zwischen "uns".
Grundsätzlich
Meine Motivation für diese Aktion ist die Begeisterung Heranwachsender für Dinge, die im interfamiliären Alltag oft wenig Zeit und Raum finden. Es wundert sicher niemanden, dass es sich hierbei um die Zubereitung machbarer, aber nichtalltäglicher Speisen und das anschließende gemeinsame Genießen der Kreationen handelt. In Ermangelung eigener Nachkommen müssen dafür die Kinder anderer herhalten.

Die zwei Mädchen unserer Freunde, L. und C, die mir in der Vergangenheit schon sehr fleißig beim Plätzchenbacken geholfen hatten, waren in der NL Nord für die Zubereitung eines 4-Gang-Mitmachmenüs eingeladen. Jede durfte sich eine Wunschzutat und eine Bitte-Nicht-Zutat aussuchen. Die Wunschzutaten waren Curry und Pilze. Die Bitte-Nicht-Zutaten waren bei C. „keine, ich ess eigentlich alles“ und bei L. eine Vielzahl ;o)

Damit die zwei ein paar spezielle Zubereitungen kennenlernen, ergab sich schließlich folgende Planung:



Und so klingelte es pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt an der Haustür, vor der mein hochmotiviertes, mit Schürze und Hausschuhen ausgerüstetes Nachwuchsküchenteam stand. Es konnte also losgehen.

Die Rezepte und Hauptzutaten hatte ich bereit gelegt, Arbeitsplätze waren vorbereitet, so dass die Aufgaben gemeinschaftlich verteilt wurden.

Herausforderung für mich bei diesem Menü war es, möglichst wenig vorzubereiten und ein bis zwei Augen auf die Jungköchinnen bei der Arbeit zu werfen und an der ein oder anderen Stelle unterstützend tätig zu werden. Das Anreichen von allgemeinen Zutaten, die in der Vorratskammer, im Keller oder in welchen Schubladen verstaut sind, gehörte ebenso zu meinen Aufgaben, wie das Anreichen von Kochutensilien und das gelegentliche Platzschaffen. Ansonsten ließ ich den beiden freie Hand.

Was soll ich sagen? Die Ausdauer und Gewissenhaftigkeit mit der die beiden am Werk waren war sehr beeindruckend und schön zu beobachten. Ich hätte mir durchaus gern mal ein Päuschen gegönnt, aber der Tatendrang meines Teams war ungebrochen. Nicht zuletzt deswegen ging der Zeitplan wunderbar auf, so dass wir pünktlich zum Eintreffen der Eltern der zwei mit dem Menü beginnen konnten.

Und so sahen die Speisen aus (ein Klick auf die Beschreibung führt wie immer zum Rezept):
































(Erdnusseis, Schokokuchen, Karamellsauce, Nougaterde, Mangoragout, Maracujaschaum)








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